|
Autodynamik - Die Management-Kompetenz für nachhaltige Erfolge in dynamischen Umwelten
Sie fahren
- auf der Autobahn A1 von Münster nach Bremen,
- auf einer Landstraße mit lauter selbsternannten Schumis und Vettels, die jeden Moment für eine Überraschung gut sind,
- in Istanbul oder Santafé de Bogotá.
Bei welcher drei Fahrten müssen Sie intensiver aufpassen?
In allen drei Fällen ist Ihre Eigendynamik autodynamisch: Sie passen ihre Eigendynamik an das von der Umwelt gesetzte Maß. Sie beherrschen den Fahrprozess, um Ihr Ziel ohne Schaden zu erreichen. Auf A1 ist die Herausforderung für ihr biologisches System und Bewusstseinssystem kleiner auf der Landstrasse.
Soziale Organisationen besitzen ebenfalls die Fähigkeit zur Autodynamik.
Läuft ein Containerschiff in den Hafen Singapur ein, erhöht sich die Teamdynamik der Mannschaft, um erforderliche Manöver gekonnt zu meistern. Fährt das Schiff auf dem Ozean in gefahrenfreien Gewässern, geht die Mannschaft den Routinearbeiten nach.
Das gilt auch für die Organisation der Unternehmensprozesse, deren Umwelten dem Verkehr in Istanbul, Santafé de Bogotá oder dem Hafen Singapur ähnlich sind.
Die Kernherausforderungen für Prozessorganisationen lauten:
- Wie gehen wir mit den Überraschungen um?
- Wie finden wir die passende Idee zum richtigen Zeitpunkt, um von der negativen Überraschung nicht unangenehm überrascht zu werden oder einer positive Überraschung in geschäftliche Chancen (Business Opportunities) umzuwandeln?
- Wie treffen wir die Entscheidungen?
- Wer übernimmt für die getroffene Entscheidung die Verantwortung?
Um richtige Antworten zu finden, bringen methodenbasierte Vorgehensweisen wenig. Die meisten Überraschungen überraschen die Prozessorganisation in der Praxis zum ersten Mal. Wenn die Prozessorganisation zum wiederholten Mal auf dem falschen Fuß erwischt werden sollte, liegen die Ursachen woanders.
→ Methode
Autodynamisches Prozessmanagement benötigt theoriebasiertes Vorgehen basierend auf einer konsistenten, praxiserprobten Theoriekompetenz.
Wichtige Eigenschaften von autodynamischen Prozessorganisationen:
- Sie operieren in Differenz Selbstreferenz | Fremdreferenz.
- Sie organisieren sich selbst (die Interventionen von aussen zur Organisationsentwicklung lehnen sie ab -auch die systemischen-.).
- Sie sind das, was sie tun: sie kommunizieren. ("Wir haben ein Kommunikationsproblem!", "Herr X kann nicht kommunizieren, weil er introvertiert ist!", "Sie haben mich nicht verstanden!" sind Sätze aus der Schatztruhe von Coco Lores. Es gibt keine Kommunikationsprobleme. Die Kommunikation ist robust und formelastisch zugleich. Sie läuft und läuft und läuft.)
- Es werden Entscheidungen mit dem Risiko des Irrtums (nicht des Fehlers!) prozessiert (Die Kernoperation von allen Managern
, nicht nur von Fussballtrainern. Mit Manager meinen wir dabei nicht die Verwalter!).
- Die Prozessorganisation und die Bewusstseinssyteme (der Prozessbeteiligten) operieren getrennt, aber wechselseitig abhängig.
- In autodynamischen Prozessen haben wir drei Systeme
- das soziale System Prozessorganisation
- das Bewusstseinssytem der Prozessbeteiligten inkl. Stakeholder
- das biologische System der Prozessbeteiligten
- (Die Automaten sind draußen, bis sie das Bewusstseinssytem der Menschen ersetzen können. Das wäre der Quantensprung für Adaptive Prozesse.)
Unser Vorgehen für autodynamisches Prozessmanagement:
Wir beginnen Autodynamik auf den Ebenen
für den jeweiligen Fall kontextbezogen zu beschreiben. Dabei unterscheiden wir die dynamischen und autodynamischen Anteile der Prozesse, indem wir unseren Begriffsapparat benutzen:
Die Begriffskategorien, die wir in unsere Beschreibungen mit einbeziehen, sind
- Stakeholder in Unternehmensumwelten und innerhalb des Unternehmens sind die kommunikativen Adressen zur Differenzbildung zwischen der Prozessorganisation und den Umwelten (Selbstreferenz | Fremdreferenz)
- Strategie (Strategieentwicklug ist für Re-Entry zuständig. Die Differenz Selbstreferenz | Fremdreferenz wird in den Prozess hineinkopiert und für erforderliche Änderungen, um die Eigendynamik an die Umweltdynamik anzupassen, benutzt.)
- Struktur (Die autodynamischen Prozesse sind nicht unstruktruriert. Ihre Struktur wird aus Kommunikation von Erwartungen gebildet: Erwartungsstrukturen.)
- Kultur (Die Wertekultur der Hinterbühne ist der kritische Erfolgsfaktor.)
- Unternehmensprozesse (Prozess-Anteile der regelbasierten Dynamik und Autodynamik zuerst trennen und dann zu einer Einheit koppeln!)
- Geschäftsprozesse
- Managementprozesse
- Unterstützungsprozesse
→ Auswirkungen von Umweltdynamiken auf Prozessorganisation
BlueRocks Seminar-Reihe für Autodynamisches Prozessmanagement
→ Autodynamisches Prozessmanagement Seminare
|