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9 Thesen für 2020
Dynamisches Prozessmanagement PDF Drucken E-Mail
Prozessmanagement in dynamischen Umwelten ist die Einheit des dynamischen und autodynamischen Prozessmanagements

In Prozessorganisationen wie Fertigungs- oder Montageanlagen, in denen ein breites Spektrum von Automatisierungssystemen (Roboter, Schraubautomaten, speicherprogrammierbare Steuerungen, Regelungstechnikkomponenten, Antriebe, Sensoren, Aktoren, CNC-Steuerungen, Workflow-systeme u.v.a) und das menschliche Tun zusammenkommen, sind die Ansätze wie PDCA-Zyklus (Plan-Do-Check-Act) für kontinuierliche Optimierung zielführend anwendbar.

Das Ziel der Automatisierung ist die Reduzierung der Komplexität durch Trivialisierung. Für die Automatisierungskomponenten verwenden wir den Begriff Trivialmaschine. Damit meinen wir jedoch nicht "einfache Maschine". Seit 1985 machen wir Projekte im Bereich Maschinen- und Anlagenbau und kennen aus eigener Erfahrung zu gut, dass die Konzeption, Aufbau, Inbetriebnahme und Betrieb von solchen Anlagen alles andere einfach und sehr wissensintensiv (explizites Wissen) ist.     

  • Wie definieren sich Dynamik und Komplexität für solche Prozesse?
  • Was sind die Merkmale für dynamisches Prozessmanagement?

Komplexität

Diese Art von Prozessen muss nicht die Fähigkeit besitzen, die eigene Komplexität an das von der Prozessumwelt gesetzte Maß anzupassen.

Im Idealfall ist die Komplexität von solchen Prozessen unter folgenden Voraussetzungen fast null:

  • 100% automatisiert, d.h. ohne jegliche menschliche Einwirkung,
  • die Dynamik der Prozessumwelt bleibt ebenfalls konstant auf dem Null-Niveau, d.h. die Prozessumwelt überrascht nicht mit immer wieder neuen Ereignissen,
  • der Prozess muss sich nicht den Irritationen aus der Umwelt stellen.

Dynamik

Die Binnendynamik vom Prozess wird von den Experten, die ihn entwerfen, modellieren, realisieren, definiert. Im Betrieb macht der Prozess sturr, dickköpfig, irritationsresistent, alles so, wie die Experten ihn codiert haben. Die Prozess-Dynamik ist regelbasiert. Die modernen Technologien ermöglichen zunehmend höhere Flexibilität in den Prozesstrukturen.

Die Plattformstrategien oder Modulstrategien in der Automobilindustrie sind Beispiele für die regelbasierte Flexibilität. 

Adaptive Prozesse 

Prozessorganisation   

Wenn Menschen an den Prozess-Operationen beteiligt sind, kann die Prozessorganisation als lebendes System behandelt werden. Für die Organisationsgestaltung sind die Werkzeuge, Techniken und Tools des tradierten Change Management sowie der systemischen Organisationsentwicklung geeignet. Auch vom Verhalten mancher Tiere wie Pinguine, Bienen, Pferde, Fische u.v.a. können brauchbare Erkenntnisse für die Prozessorganisation sowie die Kommunikation gewinnen (Bücher dazu gibt es bekanntlich genug).

Die Steuerung der Prozessorganisation, die Spielregeln für die Zusammenwirkung und die Entscheidungswege der Prozessbeteiligten sind fest definiert (entworfen, modelliert) und codiert. Die Kompetenz zur Prozessbeherrschung bezieht sich auf die notwendigen Methoden.      

Auswirkungen von Umweltdynamiken auf die Prozessorganisation  

 

BlueRocks Seminar-Reihe für Dynamisches Prozessmanagement

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