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RD Glossary

Abnahmekriterien
engl. Acceptance Criteria

Die Kriterien, die erfüllt sein müssen, damit die Ergebnisse eines Projekts, z.B. Produkte, Services oder IT System, abgenommen werden.

Unterscheidung: Leistung | Erfolg

Dass das Projekt die Leistungen erbracht hat, bedeutet nicht immer, dass es ein Erfolg wurde.  


Adaptive Prozesse
Adaptive Prozesse im Themenfeld Maschinen und Anlagen

Die Entwicklung adaptierbarer Fabrikanlagen soll zur Erreichung höherer Auslastung durch

  • (regelbasierte, methodenbasierte, formale) Flexibilität sowie
  • Wandlungsfähigkeit

bei geänderten Anforderungen beitragen.

Über mögliche Lösungsansätze hatten wir mit diskutiert (80er, 90er):

  • Aufbau von modularen technischen Systemen, die frei konfigurierbar sind,
  • Entwicklung von kleineren, flexibel nutzbaren und integrierbaren Einheiten,
  • Entwicklung von skalierbaren technischen Systemen.

Adaptive Prozesse und selbstadaptierende Fertigungssysteme zielen auf die Entwicklung folgender Algorithmen und Verfahren für die adaptive Produktion:

  • Selbstoptimierung zur autonomen Anpassung an geänderte Bedingungen 
  • Selbstorganisation von Kooperationen zwischen Maschinen, Anlagen und Komponenten (Können sich die codeverarbeitenden Systeme selbst organisieren? Ist die Technologie schon so weit fortgeschritten, um das Bewusstseinssystem des Menschen zu ersetzen?).

Eine adaptive Produktion stellt erhöhte Anforderungen an die

  • Planung,
  • Steuerung und
  • Überwachung

der Abläufe in adaptiven Prozessen und ist sehr wissensintensiv (explizites Wissen).


AGIL Schema
AGIL Schema vom amerikanischen Soziologen Talcott Parsons beschreibt die elementaren Fähigkeiten, die soziale Systeme zur Selbsterhaltung erfüllen müssen.

Adaptation / Anpassung

Die Fähigkeit eines Systems, auf die sich verändernden Umwelten zu reagieren, sich anzupassen. Ashby läßt sich grüßen!

Goal Attainment / Zielverfolgung

Die Fähigkeit eines Systems, im Hinblick auf Anpassung Ziele zu definieren und zu verfolgen.

Integration / Eingliederung

Die Fähigkeit eines Systems, Kohäsion (Zusammenhalt) und Inklusion (Einschluss) herzustellen und abzusichern. Im unternehmerischen Kontext sprechen wir vom Zusammenhalt von Strategie - Struktur - Kultur. 

Latency bzw. Latent Pattern Maintenance / Aufrechterhaltung

Die Fähigkeit eines Systems, grundlegende Strukturen und Muster der Wertekultur aufrechtzuerhalten.  

Schade, dass PMI und Verfasser vom PMBOK 4th Edition Talcott Parsons noch nicht entdeckt haben. Für Projektmanager wäre sein AGIL Schema ein Gewinn.


Agile Organisation
Ist Ihre Organisation agil?

Geraten Sie nicht gleich in Gedankenpanik:

"Oh, Gott, ich weiß es nicht. Hoffentlich verpassen wir nicht den Zug der Agilität?"

Wenn sie eine funktionierende Organisation haben, antworten Sie einfach mit ja. Ihre Unternehmung ist anscheinend fähig, in der Auseinandersetzung mit ihren Umwelten brauchbare Handlungsweisen für nachhaltige Erfolge zu finden. Ihre Unternehmung (Unternehmen, Team, Projekt) kann mit der Dynamik seines Umfeldes Schritt halten und die Komplexität der Umwelten durch Unterscheidung wichtig | unwichtig souverän auf ein erträgliches Maß reduzieren.

Wenn Ihre Unternehmung nicht funktionieren würde, hätte sie sich schon längst aufgelöst. Erfolgreich sind die Unternehmen, die überleben. Ihr Überleben stellt ihre erfolgreiche Angepasstheit unter Beweis. Ihre innerbetrieblichen Abläufe und ihr Agieren in den Umwelten, u.a. auf dem Markt, sind effektiv genug, um zu überleben. Sie sind viabel.

→  Mehr zu agiler Organisation: Prozessorganisation


Agiles Manifest
Der kleinste gemeinsame Nenner aller agilen Vorgehensmodelle im IT-Bereich - z.B. Scrum - soll das Agile Manifest (Agiles Manifest) sein.

Vier Prinzipien sind:

- Individuen und Interaktionen haben Vorrang vor Prozessen und Werkzeugen (Mit Prozessen werden wohl Methoden gemeint. Individuen sind die internen Stakeholder des sozialen Systems Prozessorganisation. Interaktionen bezeichnen wohl die Kommunikation, die das Basiselement aller sozialen Systeme ist.) 

- Lauffähige Software hat Vorrang vor ausgedehnter Dokumentation. (Was ist Product Backlog und Sprint Backlog? Keine Dokumentation?)

- Zusammenarbeit mit dem Kunden hat Vorrang vor Vertragsverhandlungen (Wer ist der Kunde?)

- Das Eingehen auf Änderungen hat Vorrang vor strikter Planverfolgung (Product Backlog und Sprint Backlog sind doch Planungsinstrumente. Oder nicht?)

Zu den Unterzeichnern des Agilen Manifests gehören Ken Schwaber, Mike Beedle und Jeff Sutherland, drei der Begründer von Scrum, und bekannte Vertreter der XP-Szene wie Kent Beck dazu.

Nur, die Welt ist so wie sie ist. Nicht wie wir sie gerne hätten.


Agiles Projektmanagement

»Ich hatte vom Feeling her ein gutes Gefühl«.

Der Begriff agiles Projektmanagement hört sich wie der Satz von Andi Möller an. In dynamischen Umwelten von heute müssen Projekte anders geführt werden als zu den Zeiten der trägen Märkte, wo den Projektteams sehr viel Zeit für Planung und Iterationen zwischen Planung und Ausführung zur Verfügung stand. Heute können sich selbst die Projekte mit einem kleinen nichttrivialen Anteil der Umweltendynamik nicht entziehen.

Der Begriff agiles Projektmanagement ist derzeit en vogue. So schließen wir uns Andi Möller an:

Agiles Projektmanagement ist der Oberbegriff für verschiedene Gestaltungsrahmen für Projektmanagement im dynamischen Umfeld. Für IT-Projekte sind Scrum oder Extreme Programming führende Beispiele.

Agiles Projektmanagement ist nur möglich, wenn die Wertekultur eines Unternehmens für seine Projekte die Grundlage bildet. Das Vertrauen, das für agiles Projektmanagement fundamental wichtig ist, befindet sich in der Kultur der Hinterbühne.

Mit "Chaka! Wir werden jetzt agil!" kann das agile Projektmanagement nicht praktiziert werden. Das Dilemma von Unternehmen, die nach einem Seminar für agiles Projektmanagement die Kurve in Richtung Agilität nicht kriegen, liegt darin, dass sie nach dem Motto "Du machen agil!" die Verhaltenskultur in ihren Projekten zu verändern versuchen, wobei sie die Wertekultur ausblenden.

Das vergebliche Feilen an den Soft Skills von Projektbeteiligten sorgt um noch größere Frustration.

Das Eigenschaftswort agil bedeutet, dass das Projekt in der Lage ist, seine Eigendynamik an die Komplexität seiner Umwelt anzupassen. Für agiles Projektmanagement muss man davon ausgehen, dass nicht alle Zusammenhänge analytischen Algorithmen zugänglich sind. Die gekonnte Handhabung des magischen Hexagons ist der kritische Erfolgsfaktor für agiles Projektemanagement.

Agiles Projektmanagement bedeutet für uns das Projektmanagement in dynamischen Umwelten.

→  Agiles Projektmanagement Seminare


Aktivität
Engl. Activity

Glücklicherweise haben die Normexperten den deutschen Begriff Aktivität bis jetzt nicht genormt, so dass die Projektbeteiligte sich nicht normwidrig verhalten, wenn sie für die Operationen ihres Projektes Begriffe wie Aktivität, Vorgang , eine Komponente der Arbeit, Aufgabe verwenden. 


Alignment
Denglisch Alignment 

zu Deutsch Ausrichtung, Anordnung, Positionierung auf Linie

Eines der Lieblingswörter mancher Berater, die die Unternehmenskultur zu entwickeln versuchen. 

Alignment


Analysten
Analysten haften ab sofort für ihre Veröffentlichungen, z.B. für Empfehlungen zum Aktienkauf! (Bluerocks Romantik!)
  • Sell (Muss man tatsächlich verkaufen oder kaufen?)
  • Buy
  • Strong buy

Anforderungen sammeln
Engl. 5.1 Collect Requirements

Scrum mit PMI-Projektmanagementprozessen:

Anforderungen bilden den Inhalt vom Product Backlog. Product Owner als Product Backlog Owner ist der Process Owner zur Sammlung der Anforderungen.

→  Scrum Product Owner Seminar


Ausdifferenzierung der Gesellschaften
Die Minderheitengesellschaften differenzieren sich im Laufe Ihrer Migrationsgeschichte aus.

So gibt es nicht den Chinesen in den USA, den Türken in Deutschland, den Armenier in Kanada.

Wink Unternehmensumwelt Gesellschaft


Autodynamik
Autodynamik ist der Kernbegriff im Management Modell - tural on management

Wink Autodynamik


 

Beschaffungen abschließen
Engl. 12.4 Close Procurements
Beschaffungen durchführen
Engl. 12.2 Conduct Procurements
Beschaffungen planen
Engl. 12.1 Plan Procurements

Von PMI zu Scrum : 

Scrum adressiert diesen Prozess nicht explizit.


 

Beschaffungsmanagement in Projekten
engl. Project Procurement Management

Beschaffungsmanagement in Projekten wird in vier Prozessen zum Einkauf sowie Erwerb von Dienstleistungen oder/und Produkten für das Projekt gelebt.

Vier Prozesse des Beschaffungsmanagement in Projekten sind

  • Beschaffung planen
  • Beschaffung durchführen
  • Beschaffung verwalten
  • Beschaffung abschließen  
Je nach den Umwelten des Projektes können die Prozesse des Beschaffungsmanagement so gestaltet werden, dass das Projekt in der beschaffungsspezifischen Auseinandersetzung mit seinen Umwelten brauchbare Handlungsweisen für nachhaltige Erfolge findet.

Beispiel:

PMI® - PMBOK® Guide schlägt für den Prozess Beschaffung planen folgende Techniken

  • Make or buy analysis
  • Expert judgment - Fachurteil
  • fünf verschiedene Vertragstypen

vor.

Zudem ist es nicht verboten, dass die Projektbeteiligte eine vierte Technik anwenden. Die Anwendung der Techniken erfolgt im Hinblick auf brauchbare Handlungsweisen.

Die Projektbeteiligte fragen sich dabei nicht, ob sie mit PMI® - PMBOK® Guide agiles Projektmanagement machen könnten oder nicht, sondern wie sie auf die Irritationen seitens der Projektumwelten elegant reagieren können, damit ihr Projekt am Ende als Erfolg in die Geschichte eingeht.

→  Beschaffungsmanagement in Projekten Seminar


 

Budget festlegen
Engl. 7.2 Determine Budget
Business Intelligence
Business Intelligence besteht aus drei Komponenten, die sich situationsbezogen oszillierend einander beeinflussen:
  • Business IQ (ähnlich wie Human IQ, in der Praxis wird meistens auf ein Reporting Tool reduziert)
  • Reflexionsintelligenz
  • Erfahrungsintelligenz

» Intelligenz heißt, mit angemessenen Selektionen auf eine Situation zu reagieren « beschrieb Ashby (1961).

Nach George Spencer-Brown lassen alle kognitiven Operationen auf distinction ( das Unterscheiden ) zurückführen (1969). Durch die Unterscheidung wird der Prozess, das Team, das Unternehmen, das Projekt von der Umwelt getrennt. 

Durch die darauffolgende Operation indication ( das Bezeichnen ) werden die beiden Seiten der Unterscheidung zueinander in Verbindung gesetzt, um eine Einheit aus den beiden zu bilden: Prozesswelt, Teamwelt, Unternehmenswelt, Projektwelt.

Nicht nur Elektrotechniker wissen es: Ohne Strom gibt es keine Spannung. Unterscheiden Sie Strom und Spannung, erkennen Sie die Elektrizität als ihren Zusammenhang.

Für nachhaltige Erfolge in dynamischen Märkten bedarf die Organisation der Intelligenz, um unterscheiden und bezeichnen zu können. Dadurch beobachtet sie sich selbst als soziales System und ihre Umwelten Markt, Wirtschaft, Gesellschaft, um die Relevanz von Informationen für mögliche Erfolge zu bewerten. Im Vergleich zu trägen Märkten müssen Unternehmen heute in dynamischen Märkten schneller und in immer kürzer werdenden Zeiträumen auf äußere Situationen reagieren 

→ Autodynamik

Unter diesem Aspekt sprechen wir von Dynamic Intelligence. Die herkömmlichen Business Intelligence Ansätze sind nur für träge Märkte geeignet. 


Denkfehler:  

Business Intelligence trifft Business Process Management: Herr Müller trifft seine Gattin Frau Müller in eigenen Vierwänden.

Business Intelligence ist ein unentbehrlicher Bestandteil vom Business Process Management. Die Menschen in Unternehmensprozessen treffen im Rahmen ihrer Tätigkeit in Prozess-Operationen laufend Entscheidungen. Dabei schauen Sie sich auch die Messwerte, die ein Business Intelligence Tool errechnet. Sie reagieren mit angemessenen Selektionen auf eine konkrete Situation. 

→  Business Intelligence Seminare zur Vorbeugung von Business Stupefaction


Business Performance Management
Für Business Performance Management BPM oder Corporate Performance Management CPM siehe:

Performance Management

Denkfehler: Business Performance Management ist Weiterentwicklung von Business Intelligence.

Mehrdeutigkeiten

Business Intelligence


Business Process Management
Business Process Management - Deutsch Geschäftsprozessmanagement

Zum Umfang vom Business Process Management gehören alle Unternehmensprozesse von der Strategieentwicklung bis zur Büroreinigung. Alle müssen Wert erzeugen und verzehren die knappen Ressourcen des Unternehmens.

Business Process Management bezieht sich auf eine irritationsrobuste Prozessorganisation mit trivialen und nichttrivialen Anteilen.

Business Process Management (dt. Geschäftsprozessmanagement) konzentriert sich nicht nur auf die optimale Organisation betrieblicher Abläufe.

Zur Technisierung der Geschäftsprozesse (welche und wie?) werden modelliert und dokumentiert, analysiert, in Varianten simuliert und - in verbesserter Form - implementiert. Häufigste Ziele sind verringerte Kosten und Zeiten, erhöhte Qualität und Kundenzufriedenheit (Wer ist Kunde? Was bedeutet seine Zufriedenheit?) sowie die konsequente Ausrichtung der Prozesse an der Unternehmensstrategie (die Prozesse an externe Referenzen ausrichten, ist der richtige Schritt zur Wertschöpfung).

Zur Technisierung bzw. Automatisierung der formalen Anteile des menschlichen Tuns kommen auf dem Weg vom Geschäftsprozess zum Workflow in Frage:

  • BPMN, BPMS, BPML, BPEL, BPMN, WMS, XPDL, u.v. a.
  • der Einsatz vom einem Workflow Management Tool
  • die Anwendung von einem Dokumentations- oder Visualisierungstool 

→ Prozessmanagement

→ Unternehmensprozesse


Change Management
Change Management beschreibt das Management der permanenten Anpassung der Wertschöpfungsdynamiken eines Unternehmens an die Veränderungen dynamischer Märkte in seiner Umwelt.

Die Dynamik der globalen Märkte stellt herkömmliche Change Management Ansätze in Frage, in denen die Verhaltenskultur der Unternehmenskultur gleich gesetzt wird. Man versucht nur die Spielszenen auf der Vorderbühne zu optimieren und hofft dadurch, auch die Werte in der Hinterbühne indirekt zu verändern. "Wie Sie Widerstände überwinden?" ist der meistgelesene Satz von Experten der herkömmlichen Ansätze.

Wir fragen: "Müssen Sie jeden Widerstand überwinden?"

Die Wertekultur lässt sich weder entwickeln noch gestalten. Um sie zugunsten des Unternehmens in Gebrauch zu nehmen, sind neue Ansätze erforderlich.  

Smile Unser Ansatz zur Change Management Beratung


 

Claim Management
Claim Management - Deutsch Nachforderungsmanagement

Claim Management nach DIN 69905 beschreibt die Überwachung und Beurteilung von Abweichungen sowie Änderungen und deren wirtschaftlichen Folgen zwecks Ermittlung und Durchsetzung von Ansprüchen.


CoCoMo

CoCoMo ist die Abkürzung für Constructive Cost Model

Das Verfahren wurde in der ersten Hälfte der 80er Jahre durch Barry W. Boehm im Rahmen seiner Tätigkeit als Softwareingenieur bei Boeing entwickelt.  

CoCoMo ist ein algorithmisches Kostenmodell zur Kosten- bzw. Aufwandsschätzung in Softwareentwicklungsprojekten.


Code
Codes sind binäre Muster zur Unterscheidung, die Drittes ausschließen und dadurch die Komplexität von Kommunikationen erheblich reduzieren.

Präferenzcodes sind die dominierenden Steuerungscodes von Systemen, die damit ihre eigenen Operationen beobachten.


Corporate Performance Management

→ Business Performance Management


 

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