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RD Glossary

Floskel
Lateinisch  - flosculus ( das Blümchen ) bezeichnet in der Rhetorik der Antike einen Denkspruch oder eine Sentenz.

In der antiken Rhetorik bezeichnete der Begriff flosculus (Blümchen) eine verhüllende Redeweise. 

Gebildete Menschen pflegten bis ins 19. Jahrhundert auf Lateinisch sub rosa ( unter einer Rose ) zu verwenden.

Wenn Menschen in Unternehmen, Projekten, Prozessen etwas durch die Blume sagen, gewähren einen Einblick durch das Schlüsselloch in ihre Hinterbühne.

So freuen wir uns immer, wenn unsere Kunden oder Teilnehmer unserer Seminare ihre Floskeln erzeugen.


 

Fons Trompenaars - 4 Rs
Der niederländische Professor Fons Trompenaars definiert vier Schritte zur Entwicklung von cross-kultureller Kompetenz, um globale Geschäftschancen in Gebrauch zu nehmen:
  • Recognize cultural differences
  • Respect other cultures and values
  • Reconcile differences rooted in cultural diversity  
  • Realize business opportunities

→ Fons Trompenaars zu Diversity

Cross cultural Management


Frontloading
Frontloading bezeichnet die Verlagerung von Problemidentifikation und Problemlösung auf die frühen Phasen der Innovations- und Entwicklungsprozesse im Produkt Lebenszyklus.

So können möglichst wichtige kausale Produktentscheidungen durch virtuelle Versuche abgesichert werden. Fehlfunktionen könnten dadurch schon sehr früh erkannt, die Produktqualität gesteigert, die time-to-market verkürzt und Anlaufprobleme reduziert werden.

Projektmanagement in der Automobilindustrie Seminar


Führung
Bass (1990) unterscheidet auf der Basis von ca. 7500 Quellen elf Definitionsmerkmale:
  1. Führung als Mittelpunkt des Gruppenprozesses
  2. Führung als Persönlichkeit des Führers
  3. Führung als Fähigkeit, bei anderen Einverständnis zu erreichen
  4. Führung als Ausübung von Einfluß
  5. Führung als Handlung oder Verhalten
  6. Führung als eine Form der Überredung bzw. Überzeugung
  7. Führung als Machtbeziehung
  8. Führung als Instrument der Zielerreichung
  9. Führung als Ergebnis der Interaktion
  10. Führung als Rollendifferenzierung
  11. Führung als Initiierung von Strukturen
Es geht auch einfacher: 

Um Führung zu beschreiben, legen wir die kausalen und strukturellen Kopplungen zwischen Führende | Geführte zugrunde.

Im Fall kausaler Kopplungen sind Führende | Geführte durch Vorher-Nachher-Beziehungen verbunden. Der Führende weist vorher an, die Geführten führen anschließend aus.

Sind der Führende und die Geführten strukturell gekoppelt, operieren Sie im den gleichen Lebensraum gleichzeitig. Für Entscheidungen und Handlungen entfällt "Wenn - Dann". Die Grundvoraussetzung für Führung in strukturellen Kopplungen ist das Vertrauen in Kompetenz.

Die Geführten müssen in die Kompetenz des Führenden vertrauen und umgekehrt.

→ Steuerung

→ Management

Denkfehler: Führung statt Management (, da Management die Einheit der Unterscheidung Führung | Steuerung ist!)

Smile Führung (Leadership) Seminare


Geert Hofstede™ Cultural Dimensions
Der niederländische Organisationsanthropologie Geert Hofstede analysierte anhand von fünf Kulturdimensionen die Zusammenhänge zwischen nationalen Kulturen und Unternehmenskulturen bei den Mitarbeitern der IBM.
  • Machtdistanz (Power Distance Index - PDI)
  • Individualismus und Kollektivismus (Individualism - IDV)  
  • Masculinity versus Femininity (MAS)
  • Lang- oder kurzfristige Ausrichtung (Long-Term Orientation - LTO)
  • Unsicherheitsvermeidung (Uncertainty Avoidance Index - UAI)

Die letzte Dimension beschreibt Hofstede wie folgt: 

Das menschliche Bewusstsein folgt der Kausalität (Ursache und Wirkung), kann aber die Wirkungen der Handlungen in Vergangenheit und Gegenwart nicht vollständig voraussehen.

Es gibt Gesellschaften, die diese Tatsache akzeptieren. Sie sind meist tolerant gegenüber von ihren abweichenden Meinungen, weil diese keine Bedrohung darstellen. 

Andere Gesellschaften lehren ihre Mitglieder „die Zukunft auszutricksen“. Weil die Zukunft aber immer noch unvorhersehbar bleibt, herrscht in diesen Gesellschaften eine höhere Nervosität, Emotionalität und Aggressivität. 

Anm. Tural: Die Unterscheidung

→ kausale Kopplung

→ strukturelle Kopplung

gilt allerdings in beiden Gesellschaften-Typen.

Cross Cultural Management


GERT
GERT Graphical Evaluation and Review Technique bezeichnet stochastische Ablaufplanung und Zeitplanung
Gesellschaft
Die Gesellschaft ist ein soziales System, welches alle Kommunikationen einschließt und damit alle sozialen Systeme. Die Gesellschaft macht sich durch ihre Subsysteme z.B. Wirtschaft sichtbar. Durch die Ausdifferenzierung von Funktionssystemen entwickelten sich Subsysteme wie die Wirtschaft, das Rechtssystem, das Bildungswesen.

Die Natur ist die Umwelt der Gesellschaft. Die Änderungen in der Natur wirken unmittelbar auf die Gesellschaft. Es gibt keine Kommunikation außerhalb der Gesellschaft. Lebende und psychische Systeme gehören zur Umwelt der Gesellschaft.  

Wink Unternehmensumwelt Gesellschaft


Globalisierung
Globalisierung ist eine Zäsur und keine Modewelle. 

 

Hard Facts
Deutsch - harte Fakten

Hard Facts beschreiben die auf der Vorderbühne sichtbaren und inszenierbaren Aspekte einer Organisation, wie Ziele, Incentives, Anreize, Technologie, formale Strukturen, Kennzahlen, Daten, Fakten.

→ Hard Facts

→ siehe auch Soft Facts


High Performance
Unternehmen, Prozesse, Projekte sind dann erfolgreich, wenn sie die eigene Komplexität an das von den Umwelten gesetzte Maß anpassen können.

Für Unternehmen sind die Umwelten

  • Markt
  • Wirtschaft
  • Gesellschaft
  • Natur

Bei High Performance geht es nicht um hohe Leistung, sondern um die Grenzleistung, um die Eigendynamik an das von den Umwelten gesetzte Maß anpassen zu können.

Wink Autodynamik  


 

Höchstleistungen
Nur diejenigen Unternehmungen, die über mindestens so viel Eigendynamik wie die Dynamik ihrer Umwelt verfügen, können erfolgreich sein. Die Kompetenzentwicklung für dynamische Märkte ist mit dem Dynamikgefälle zwischen seinen Umwelten und der Unternehmung zu koppeln. Liegt die Martkdynamik höher als die Eigendynamik, entsteht für Unternehmen Marktdruck.

Mit Höchstleistungen beschreiben wir die gezielte Beschleunigung und ggf. Entschleunigung gegen die Dynamik der Umwelt des Unternehmens, des Projektes, des Prozesses.

Erst wenn die Grenzleistung zum Ausgleich vom Dynamikgefälle erreicht wird, ist der Erfolg in Sichtweite. Neben dieser Grenzleistung wird es mühsam. Es ist falsch, Höchstleistung mit High Performance zu übersetzen.  

Die Frage muss  heißen: High Performance (hohe Leistung) gegen was bzw. gegen welche Umwelt?

Zum Thema Höchstleistungen liefert Oliver Kahn Denkimpulse:   

http://www.harvardbusinessmanager.de/heft/artikel/a-615130.html


 

Human Factor
Human Factor - deutsch der menschliche Faktor

Der Mensch ist die Einheit der Unterscheidung von einem lebenden System (der Körper mit lebenden Sub-Systemen wie Organe und die Zellen...) und dem psychischen System (das Bewusstsein). Beide sind über strukturelle Kopplung miteinander verbunden und teilen sich den gleichen Lebensraum: Den Menschen.

In den sozialen Systemen wie Unternehmen, Prozessen und Projekten als Personen, als konstruierte Identitäten, als Adressaten von Kommunikation. Personen sind selbst keine sozialen Systeme, sondern Kommunikationsadressen, die über Bedürfnisse, Individualität und über bestimmte Werte verfügen. 

Wenn Prozessmanager oder Projektmanager die personellen Ressourcen planen, planen sie die Anzahl der lebenden Systeme.    

Wenn es im Projekt menschelt, dann spürt man das sinnverarbeitende psychische System des Menschen, das manche Experten Human Factor nennen.

Gemeint damit ist, dass jeder Projektbeteiligte seine Eigeninteressen hat, die Vorrang vor dem Projektziel haben. Die Mitwirkung am Projekt wird nur dadurch erreicht, dass das Projektziel zu den durch Sinnverarbeitung laufend hinterfragten eigenen Ziele passt.

Wink Human Factor


Information
Gregory Bateson beschreibt eine Information: "a difference which makes a difference."

Ob ein IT-System diese Differenz machende Differenz machen kann? 

Wenn wir Menschen unterscheiden und bezeichnen, erzeugen wir Daten, die in Datenbasen gespeichert werden können.

Erst wenn Menschen Daten in einen sinnstiftenden Zusammenhang setzen, der sie mit anderen Unterschieden verknüpft, bilden sie durch in-formieren Informationen.

Davon ausgehend definiert Bateson Lernen als Veränderung von Wissen. 

→ System


Informationen verteilen
Engl. 10.3 Distribute Information

Im Projektprozess Informationen verteilen werden projektrelevante Informationen an interne und externe Stakeholder gemäß Kommunikationsplanung verteilt.

Dass infolge der Übermittlung der Informationen Kommunikation entsteht, ist jedoch nicht sicher. Denn die Projektkommunikation ist ein Stück mit zwei Akteuren in vier Akten.

Kommunikationsmanagement in Projekten Seminar


Integrationsmanagement in Projekten
engl. Project Integration Management

Integrationsmanagement in Projekten beschreibt sechs Prozesse, um aus der Vielfalt der verschiedenen Projektmanagementelemente eine Einheit für das jeweilige Projekt abzubilden.

Wir verstehen unter dem Prozess » Projektdurchführung lenken und leiten « , dass sowohl die Projektleiter als auch das Projektteam die Leistungserbringung auf eigenen Stil lenken bzw. leiten. Insbesondere in komplexen Projekten gelingt die Integration nur dann, wenn die Elementenvielfalt  -basierend auf gelebten Prinzipien- beibehalten wird.    

Sechs Prozesse  des Integrationsmanagement in Projekten

  • Projektauftrag entwickeln (Projektauftrag 
  • Projektmanagementplan entwickeln (Auch für agiles Projektmanagement ist eine Planung erforderlich. Die Frage dabei, wie man ein agiles Projekt plant!)
  • Projektdurchführung lenken und leiten (Projektleistungserbringung lenken und leiten)
  • Projektarbeit überwachen und steuern (Projektteam führen und steuern)

Komplexe Projekte lassen sich nicht -z.B. wie hochautomatisierte Produktionsanlagen- steuern. Durch die Unterscheidung Führung | Steuerung wird sichtbar, welche Anteile der Projektarbeit gesteuert werden können und welche Anteile den methodischen Verfahren nicht zugänglich, d.h. nicht formalisierbar, sind. Ohne eine fundierte Trennung zu Beginn könnte das Projekt für Krisenmanagement interessant werden. (Ergänzung für Scrum: Projekt Team organisiert sich selbst, so dass die Teammitarbeiter die Techniken, Instrumente, Werkzeuge eines Projektmanagers im herkömmlichen Stil in Teilen beherrschen müssen, z.B. Risikomanagement, Kostenmanagement...; Product Owner hat das Machtinstrument Product Backlog.) 

  • Integrierte Änderungssteuerung durchführen (Ergänzung für Scrum:Product Owner ist Prozessverantwortlicher.)
  • Projekt oder Phase abschließen (Ergänzung für Scrum: Sprint abschließen)
Integrationsmanagement in Projekten Seminar
Interim Management
Management auf Zeit ist ein Synonym für Interim Management im deutschsprachigen Ländern.

Interim Management ist eine zeitlich befristete Art des operativen Management in Linie oder in Projekten.

Im Vergleich zu Beratern übernehmen Interim Manager Ergebnisverantwortung für ihre Arbeit in einer Linienposition. Sie verlassen das Unternehmen, sobald das Problem gelöst und eine stabile ggf. neue Linienführung etabliert ist bzw. nach dem Relaunch der betreffenden Organisationseinheit.

Unser Interim Management Verständnis ist komplementär: Wir verbinden operatives Management als Prozessverantwortliche oder Projektmanager mit unseren Management Consulting Ansätzen für dynamische Märkte. 

→  Interim Management - Management auf Zeit

→  Interim Management


Interkulturelle Kompetenz
Interkulturelles Wissen:

Franzosen trinken leidenschaftlich Wein.

Türken trinken kein Alkohol.

Interkulturelles Können:

Lass Dich nicht überraschen, wenn ein Franzose doch nicht Wein trinkt, während ein Türke Wein Liebhaber ist.

Wink Interkulturelle Kompetenz - UnserVerständnis


Interne Kunden
Interne Kunden gibt es nicht, da es innerhalb des Unternehmens keine markwirtschaftlichen Beziehungen entstehen können.
Irritation
Irritation Definition

Ist-Kosten
engl.  Actual Cost
Katarina Witt
Zur Erklärung, dass Management ein permanentes Wechselspiel zwischen Pflicht und Kür ist, steht Katarina Witt uns seit über zwei Jahrzehnten bei.

Wink Pflicht und Kür - erklärt von Katarina Witt


Kohärenzkräfte
Kohärenzkräfte sind einer der Begriffskategorien im Management Modell - tural on management

Kommunikation
Kommunikation ist nicht der Austausch von Daten oder Informationen zwischen Personen. Mit Kommunikation wird nichts übertragen, sondern beim Empfänger eine Differenz von Information und Mitteilung erzeugt, die dann Verstehen zur Folge hat. 

Kommunikation ist die Einheit von Information, Mitteilung und Verstehen. Sie ist ein Stück mit zwei Akteuren in vier Akten (nach Luhmann):

  • Selektion der Information (Sender)
  • Selektion der Mitteilung der selektierten Information (Sender)
  • selektives Verstehen oder Missverstehen der selektierten Mitteilung und ihrer Information (Empfänger)
  • Sinn-Verstehen - den Inhalt der Mitteilung verstehen und den Senders Sinnangebot annehmen oder ablehnen (anschließend wechselt der Empfänger in die Rolle vom Sender, startet eine neue Kommunikation!)

Kommunikation ist das Basiselement aller sozialen Systeme. Eine Handlung kann einem einzelnen Menschen zugeordnet werden. Die Kommunikation koppelt zwei oder mehr Menschen und ihre Handlungen miteinander.

Soziale Systeme kommen durch Kommunikation ihrer Akteure zustande. Sie bilden sich zwischen den Bewusstseinssystemen der beteiligten Menschen. Ohne Bewusstseinssysteme gibt es keine Kommunikation.  

Unternehmen, Prozesse, Projekte als soziale Systeme bestehen aus spezifischer und unspezifischer Kommunikation.

Die spezifische Kommunikation legt sich auf eine Handlung fest. Die unspezifische belässt es sowohl bei Ziel- als auch Inhaltsmehrdeutigkeit.

Über "wir haben ein Kommunikationsproblem!" spannen Sie diese Kategorisierung auf. Die meisten "Kommunikationsprobleme" entstehen aufgrund der Selektion vom Sender.    

Das Kommunikationsverständnis von Shannon und Weaver, das in der gängigen Projektmanagement-Literatur oder in meisten Projektmanagement-Seminaren vermittelt wird, bezieht sich auf Signalübertragung bzw. Datenübertragung. 

Good communication thats blocks learning ! - Argyris

→  Mehr über Kommunikation


Kommunikation planen
Engl. 10.2 Plan Communications

Von PMI zu Scrum :

Scrum adressiert den Prozess nicht explizit. Die Selbstorganisation des Scrum Teams erfordert, dass alle Beteiligten verstehen, dass ein Projektteam selbst ein kommunikatives System ist.

→ Kommunikation

→ Kommunikationsmanagement in Projekten Seminar


Kommunikationsmanagement in Projekten
Engl. Project Communications Management

Projekte als soziale Systeme bestehen aus Kommunikation. Kommunikation ist die kleinste und nicht weiter zerlegbare Einheit eines Projektes.

→  Kommunikation

Aus dem Grunde wird in Projekten die Kommunikation als zentraler Erfolgsfaktor viel beschworen. Gleichwohl sind kaum praktikable Verfahrensweisen verbreitet, durch deren Anwendung Kommunikation im Projekt systematisch sichtbar gemacht und gestaltet werden könnte.

Die herkömmlichen Ansätze gleichen einem Blindflug im Porzellanladen. Man trennt sich, wenn es zu sehr scheppert. Rechtzeitige Korrekturen finden kaum statt. Das Kommunikationsverständnis, Kommunikation sei Transport von Daten oder Austausch von Informationen, ist nicht zielführend.

Kommunikation ist als Einheit aus Information, Mitteilung und Verstehen aufzufassen.

Über die Projektprozesse im Wissensgebiet Kommunikationsmanagement in Projekten - Project Communications Management im PMI® - PMBOK®

  • Identify Stakeholder - Stakeholder identifizieren 
  • Plan Communications - Kommunikation planen
  • Distribute Information - Informationen verteilen
  • Manage Stakeholder Expectations - Stakeholdererwartungen managen
  • Report Performance - Projektleistung berichten  

spannen wir unseren eigenen Ansatz für Kommunikation auf, um diese Prozesse für agiles Projektmanagement sowie Management komplexer Projekte zu gestalten. Das Themenfeld Kommunikation wird im PMBOK®  sehr oberflächlich behandelt und verweist auf Theoriedefizite.   

→  Kommunikationsmanagement in Projekten Seminar


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