- Mehrdeutigkeiten
- Organisationen wie Unternehmen, komplexe Projekte versuchen Mehrdeutigkeiten zu verarbeiten. Nicht Unsicherheit oder Ungewissheit.
Managemententscheidungen bewältigen stets nur Probleme von Mehrdeutigkeiten. In Unternehmen, Teams, Prozessen und Projekten mit einem komplexen Anteil muss vielfach ohne eindeutiges Ausrechnen entschieden werden. Wenn Manager, Prozessmanager oder Projektmanager nicht ausrechnen können, aber entscheiden müssen, dann muss den Beteiligten klar sein, dass man unterschiedliche Entscheidungen vertreten kann, ohne offensichtlich etwas falsch zu machen.
- Methode
- Griechen bringen es mit »metá + hodós« auf den Punkt: metá: hinterher, nach ; hodós: Weg, Gang, das Nachgehen, Verfolgen
Erfolgreiche Vorgehensweisen für sich wiederholende Probleme (repetitiv) werden in Methoden gefasst. Die Ursache-Wirkung-Beziehungen, die nach einem ähnlichen Muster immer wieder auftreten, werden "generisch" dokumentiert und Interessenten zur Verfügung gestellt.
Methoden setzen Wiederholung voraus.
- Methoden Hopping
- In komplexen Projekten sind die Methoden nur die Grundausrüstung des Segelboots. Versucht man komplexe Probleme durch Methodenwechsel zu lösen, erhöht man die Kosten ohne Nutzen.
Wir bezeichnen diese vergebliche Mühe mancher Projektleiter Methoden Hopping.
- Moralischer Hasardeur
- Bestimmte Handlungen können nicht beobachtet werden.
Wir verwenden den Begriff moralischer Hasardeur im Risikomanagement zur präzisen Differenzierung zwischen Risikoneutralität und Risikoaversion.
- Motiv
- Motiv ist die Einheit der Unterscheidung Motivierung (äußerer Reiz) und Motivation (innerer Trieb).
- Motivator-Hygiene-Theorie von Frederick Herzberg
- Nach Herzberg bedeutet die Beseitigung (Hygiene) der Bedingungen, die zu Unzufriedenheit führen, bei weitem noch nicht, dass die Mitarbeiter zufrieden und motiviert sind.
Herzberg verwendet für die Hygienefaktoren die Unterscheidung unzufrieden | nicht-unzufrieden und für die Motivatoren die Unterscheidung zufrieden | nicht-zufrieden.
Hygienefaktoren sind die äußeren Umstände, welche bei positiver Ausprägung die Entstehung von Unzufriedenheit verhindern, aber nicht unbedingt zur inneren Zufriedenheit beitragen. Häufig werden diese Faktoren gar nicht bemerkt oder als selbstverständlich betrachtet. Ihr Fehlen empfinden Mitarbeiter allerdings als Mangel.
Er versuchte durch vier Kombinationen
- Hohe Hygiene und hohe Motivation
- Hohe Hygiene und geringe Motivation
- Geringe Hygiene und hohe Motivation
- Geringe Hygiene und geringe Motivation
Für Motivierung sollten nach Herzberg zuerst demotivierende Faktoren (Unzufriedenmacher) beseitigt werden; danach kommt es darauf an, geeignete Motivatoren zu finden, die Interesse und Freude an der Arbeit fördern.
Der Versuch, den Menschen mit seinen zwei Systemen analytischen Verfahren zugänglich zu machen, stieß auf seine Grenzen:
Umstände, die zur Motivierung führten, taten dies nach einer Weile weniger oder gar nicht mehr, wenn sie als Selbstverständlichkeit empfunden werden. Erst ein erneuter Mangel machte deren Bedeutung wieder bewusst und konnte bei Mangelausgleich wieder motivierend wirken.
- Natur
- → Unternehmensumwelt Natur
- Operational Level Agreement OLA
- Das Gegenstück von Service Level Agreement SLA für unternehmensinterne Service Beziehungen.
- Organisationsentwicklung
- Englisch - organizational development
Organisationsentwicklung ist die Disziplin, die sich mit dem Wandel einer Organisation zu mehr Wettbewerbsfähigkeit beschäftigt. Dazu gehören u.a. die Leitbildentwicklung, Strategieentwicklung, Organisationsdiagnosen, Verhaltenskulturveränderungen, das bewusste Einbeziehen von Wertekultur und die Begleitung der Wandelprozesse in Unternehmen, Prozessen, Projekten ( Change Management ).
In dynamischen Märkten ist das Ziel der Organisationsentwicklung die Erhöhung der Eigendynamik der Organisation auf das Niveau der mehrdimensionalen Umweltdynamiken, damit die Organisation Erfolge haben kann oder zumindest nicht untergeht.
War die Aufgabe tayloristischer Organisationsentwicklung die direkte Gestaltung von betrieblichen Organisationen, so ist in dynamischen Märkten die Aufgabe der Organisationsentwicklung die indirekte Gestaltung sozialer Systeme zur Schaffung der Voraussetzungen für ihre sinngekoppelte Selbstorganisation.
Dafür befasst sie sich an erster Stelle nicht mit dem sozialen System selbst, sondern mit seiner Umwelt. In diesem Zusammenhang gewinnt die Stakeholder Thematik an besonderer Bedeutung.
Wir betrachten die betrieblichen Organisationen als ein Konglomerat von
- Trivialmaschine
- lebendem Organismus
- Nichttrivialmaschine
Organisationsentwicklung muss alle drei verwoben berückshtigen.
→ Unser Ansatz zur Organisationsentwicklung
- Organisierte Organisationslosigkeit
Organisierte Organisationslosigkeit - erklärt von Don Eduardo Galeano
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