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BlueRocks Glossar

Terra Incognita
Terra incognita (Latein: unbekanntes Land) bezeichnet Gebiete, die noch nicht kartographiert oder beschrieben sind.

Manche selbsternannte Vordenker bzw. Querdenker - homo statticus, homo rhetoricus - verkaufen die Theorien von anderen so, als ob sie terra incognita beschreiben würden.


Theorie
Theorie Definition
Theorie X - Theorie Y von Douglas McGregor
Die Theorien X, Y und Z von Douglas McGregor beschreiben drei Menschenprofile, die nach McGregor in Unternehmen zu finden sind.

→ Sein Buch: The Human Side of Enterprise (1960)

Theorie X nimmt an, dass der Mensch unwillig zum Arbeiten ist. Durch seine Arbeitsunlust muss er meistens gezwungen, gelenkt, geführt und mit Strafe bedroht werden. Nur so kann er einen produktiven Beitrag zur Erreichung der Unternehmensziele leisten. Er besitzt zu wenig Ehrgeiz, bevorzugt Routineaufgaben und strebt nur nach eigener Sicherheit strebt. Er übernimmt sehr ungern Verantwortung. Daher muss sein Vorgesetzter jeden Handlungsschritt detailliert vorgeben, konsequent anleiten und streng kontrollieren. Nur auf diese Weise ist eine effiziente Arbeitsausführung möglich. Entlohnung alleine kann Menschen nicht dazu bringen, sich zielführend zu bemühen. Bei Verstoß gegen die Regeln und Anweisungen bedarf es externer Kontrollen und sogar Strafen.

Steuerung

Theorie Y beschreibt den Menschen, für den die Arbeit einen hohen Stellenwert hat. Er ist von Natur aus leistungsbereit und von sich aus motiviert. Die Befriedigung der Ich-Bedürfnisse und das Streben nach Selbstverwirklichung stehen im Mittelpunkt seines Tuns. Identifiziert sich der Mensch mit den organisatorischen Zielen, dann sind externe Kontrollen überflüssig. Er motiviert sich selbst, braucht nicht motiviert zu werden. Er übernimmt gerne Verantwortung und entwickelt Eigeninitiative. Der Mensch besitzt hohe Kompetenz zur Lösung organisatorischer Probleme.

Führung

Da Management die Kopplung von Führung und Steuerung ist, steckte McGregor für einspurige Kategorisierung viel Kritik ein. Die Kritiker behaupteten, dass die Theorien X und Y sich gegenseitig ausschließen würden. 1964 stellte McGregor die Synthese der beiden Theorien auf: Theorie Z.

→ Theorie Z


Theorie Z
In seinem Buch

Theory Z: How American Business Can Meet the Japanese Challenge (1983)

griff Dr. William G. Ouchi den Ansatz von McGregor (Theorie X, Theorie Y, Theorie Z) auf, um amerikanische und japanische Unternehmensorganisationen zu vergleichen. Aufgrund der Arbeiten von Ouchi wurde Theorie Z später auch japanischer Managementstil genannt.

Ouchi hat ebenfalls drei Typen beschrieben:

  • Typ A - die amerikanischen Unternehmen
  • Typ J - die japanischen Unternehmen
  • Typ Z besitzt eine neue Kultur Z

Der Typ Z nimmt an, dass eine starke Mitarbeiterbeteiligung zu höherer Produktivität führt.


Theory of Constraints
Der Quantensprung im Management ist sie zwar nicht, wie seine Vertreter sie bezeichnen. Dennoch liefert sie viable (brauchbare) Denkanstöße für moderne Prozesse und Projekte. 

Ein Constraint ist lt. Theory of Constraints ToC ein Effekt, der die Leistung eines Systems begrenzt. Demnach beeinflussen positive wie negative Veränderungen am Engpass das ganze soziale System, z.B. Unternehmen, Projekt, Prozess.

Um die theoretischen Leerstellen auszufüllen, erweitern wir die Konditionalbeziehungen von Theory of Constraints ToC durch Unterscheidungen

kausale Kopplungen | strukturelle Kopplungen

lose Kopplungen | feste Kopplungen

Systemleistung | Systemkohärenz

Die Unterscheidungen ermöglichen es, die Kopplung der Stakeholder als Akteure wie Personen, Organisationseinheiten, andere interne wie externe Organisationen im Prozess- oder Projektnetzwerk der Kopplung von Handlungen gegenüberzustellen.


Träge Märkte
In den trägen Massenmärkten richteten Unternehmen ihren Blick nach innen, auf die Produkte und die Produktionsweise.

Dies war als die Perspektive der Produktion » manufacturing mindset « bekannt: Es wurde davon ausgegangen, was man herstellte. Man verlangte einen Preis in Abhängigkeit von den Herstellungskosten und verkaufte seine Produkte an die Kunden.


Triple Constraints

Triple Constraints oder das magische Dreieck hat Platz gemacht für  

magisches Hexagon


Trivialer Lernvorgang
Der Trainer weiß etwas, das die Teilnehmer nicht wissen. Zu Beginn des Lernvorgangs empfinden die Teilnehmer das fehlende Wissen subjektiv als kompliziert, weil sie es nicht in ihrer Denkrinne haben. Findet ein erfolgreicher Wissenstransfer vom Trainer zu den Teilnehmern statt, dann ist das erlernte Wissen objektiv und trivial.

Beispiele: Produktschulungen, Methodenseminare für Prozessmanagement und Projektmanagement, Trainings für Prozessmodellierung. Das zu transportierende Wissen ist bereits explizit, d.h. dokumentiert, visualisiert. Für den Trainer ist es trivial. Im Vorgang geht es darum, dass es auch für Teilnehmer trivial wird.


tural on management
Die fünf Begriffskategorien des Managementmodells tural on management sind
  • Unternehmens-Umwelten 
    • Natur
    • Gesellschaft
    • Wirtschaft
    • Markt
  • Stakeholder für Anschlussfähigkeit der Kommunikation nach außen und nach innen
  • Kohärenzkräfte 
    • Strategie
    • Strukturen
    • Kultur
  • Arbeitsprozesse
    • Geschäftsprozesse
    • Managementprozesse
    • Unterstützungsprozesse
  • Autodynamik

tural on management - management modell für dynamische märkte

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Überraschung
»Der Angriff besitzt seinen fast einzigen Vorzug in der Überraschung.«

Carl von Clausewitz

Überraschen codeverarbeitende Systeme, hat dies einen kausalen Grund. Ist der richtige Experte in der Nähe, kann die Ursache orten und das System wieder in Betrieb nehmen, z.B. IT Koryphäe kann den Fehler im Programmcode beheben, dann läuft das IT System wieder. 

Überraschen sinnverarbeitende Systeme, irritieren die Überraschten. Das Gute dabei, die Überraschten könnten neue Ideen erzeugen, falls sie keine Idee aus dem Ärmel schütteln können, um auf die Überraschung zu reagieren.      


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