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RD Glossary

Ressourcen für Vorgänge schätzen
6.3 Estimate Activity Resources

Von PMI zu Scrum : Aufwandschätzung wird vom Team gemacht


Risiken identifizieren
Engl. 11.2 Identify Risks

Die Eingangsleistungen vom Projektprozess Risiken identifizieren sind

  1. Risikomanagementplan
  2. Terminmanagementplan
  3. Kostenmanagementplan
  4. Scope Basisplan
  5. Schätzungen der Vorgangsdauer
  6. Schätzungen der Vorgangskosten
  7. Qualitätsmanagementplan
  8. Stakeholderregister
  9. Projektdokumente
  10. Prozessvermögen der Organisation
  11. Faktoren der Unternehmensumwelt 
Diese Ausgangsleistungen vom Projektprozess Risiken identifizieren, dokumentiert im Risikoregister, werden sinngekoppelt von folgenden nachgelagerten Prozessen konsumiert: 
  • 11.3 Qualitative Risikoanalyse durchführen
  • 11.4 Quantitative Risikoanalyse durchführen
  • 11.5 Risikobewältigungsmaßnahmenplanen
  • 11.6 Risiken überwachen und steuern
  • 7.1 Kosten schätzen
  • 8.1 Qualität planen
  • 12.1 Beschaffung planen

Mögliche Methoden, Techniken, Werkzeuge zur Gestaltung des Projekt Prozesses Risiken identifizieren sind

  • Dokumentation-Reviews
  • Information gathering techniques – Techniken zur Informationssammlung wie Brainstorming, Delphi-Methode, Befragungen, Grundursachenanalyse
  • Checklistenanalysen
  • Assumptions analysis - Annahmenanalysen
  • Diagramm-Techniken wie Ursache-Wirkungsdiagramme, Prozessablaufpläne, Einflussdiagramme
  • SWOT Analyse
  • Expertenmeinungen - Fachurteile

Risiko
Zur Definition von Risiko in komplexem Umfeld verwenden wir die Unterscheidungen Risiko | Gefahr und Risiko | Chance.

Jenseits dieser Unterscheidung ist Schicksal.

Risiko | Gefahr  

Innerhalb der Unterscheidung Risiko | Gefahr ist es ein Risiko, das Risiko zu ignorieren.

Kann man einer Gefahr vorbeugen, verkleinert man das Risiko.

Wenn man das Risiko eingeht, das Risiko nicht wahrzunehmen, macht man sich schuldig.

Risiko als Begriff der Unterscheidung Risiko | Sicherheit zu verwenden, setzt triviale Strukturen voraus und für dynamische Märkte nicht geeignet.

Beispiel:

Der Pilot eines zweisitzigen Fliegers geht Risiken ein. Der Begleiter setzt sich Gefahren aus. (Oder wähnt er sich in Sicherheit?).


Risikoanalyse qualitativ durchführen
Engl. 11.3 Perform Qualitative Risk Analysis

Risikoanalyse quantitativ durchführen
Engl. 11.4 Perform Quantitative Risk Analysis

Risikobewältigungsmaßnahmen planen
11.5 Plan Risk Responses
  • Ausgangsleistungen vom Projektprozess Risikobewältigungsmaßnahmen planen

 

1. Risk register updates - Risikoregister-Aktualisierungen
2. Risk-related contract decisions - Risikobezogene vertragliche Entscheidungen
3. Project management plan updates - Projektmanagementplan-Aktualisierungen
4. Project document updates - Aktualisierungen der Projektdokumente
  • Diese Ausgangsleistungen werden von drei nachgelagerten Projektprozessen konsumiert:

11.2 Identify risks - Risiken identifizieren
12.1 Plan procurements - Beschaffung planen
4.2 Develop project management plan - Projektmanagementplan entwickeln

Projektdokumente sind keine Leistungskonsumenten. Die Darstellung im PMBoK Seite 302 ist aus Sicht des Prozessmanagements nicht richtig.  

  • Eingangsleistungen vom Projektprozess Risikobewältigungsmaßnahmen planen
1. Risk register - Risikoregister
2. Risk management plan - Risikomanagementplan
  • Der Projektprozess Risikobewältigungsmaßnahmen planen konsumiert die Leistungen von zwei vorgelagerten Projektprozessen:
11.2 Identify risks - Risiken identifizieren
11.1 Plan risk management - Risikomanagement planen
  • Mögliche Methoden, Techniken, Werkzeuge sind

1. Strategien für negative Risiken -Gefahren-

2. Strategien für positive Risiken -Chancen-

3. Contingent response strategies - Risikobewältigungsstrategien

4. Expertenurteile - Fachurteile


Risikomanagement in Projekten
engl. Project Risk Management

Der Begriff Risiko wird in der Praxis sehr heterogen und kontextbezogen festgelegt. Häufig erfolgt eine Festlegung nur anhand ursachen- und wirkungsbezogenen Bestimmungen. Diese Beschreibung setzt triviale Projektstrukturen voraus. Für Projekte, die überwiegend formalisiert geplant und gelenkt werden können, trifft dieses Risikoverständnis zu.

Für komplexe Projekte mit Überraschungseffekten aus der Projektumwelt gehen wir von externen und internen Risiken aus. Vor allem für externe Risiken definieren wir Risiken anhand der Unterscheidungen Risiko | Chance und Risiko | Gefahr.   

Unser Verständnis orientiert sich am Risikomanagement im Kontext der wertorientierten Projektführung, wobei wir als Wert den Wert von Projektergebnissen verstehen.      

Risikomanagement in dynamischem Umfeld ist nicht Projektmanagement für Erwachsene (wie manch ein Projektmanagement Guru denkt), sondern - unabhängig vom Alter - ein kritischer Erfolgsfaktor für alle Projektbeteiligte.

Sechs Prozesse des Risikomanagement in Projekten sind

  • Risikomanagement planen
  • Risiken identifizieren
  • Qualitative Risikoanalyse durchführen
  • Quantitative Risikoanalyse durchführen
  • Risikobewältigungsmaßnahmen planen
  • Risiken überwachen und steuern

Unterscheidungen für präzise Beschreibung des Risikomanagement in Projekten:

  • Risiko | Chance
  • Risiko | Sicherheit
  • Risiko | Gefahr
  • Risikomanagement | Konfliktmanagement
  • Risikomanagement | Krisenmanagement

→ Mehr zu Risikomanagement in Projekten

Risikomanagement in Projekten Seminar


Risikomanagement planen
Engl. 11.1 Plan Risk Management

Von PMI zu Scrum :

Scrum adressiert Risiken, indem risikoreiche Requirements hochpriorisiert werden.


Robert Rosen - Four Global Literacies
Robert Rosen definierte aufgrund von Befragungen von Führungskräften aus 30 Ländern vier global Literacies.
  • Personal Literacy – understanding and valuing yourself
  • Social Literacy – engaging and challenging people
  • Business Literacy – focusing and mobilizing your business
  • Cultural Literacy – valuing and leveraging cultural difference

Aus diesen vier Literacies soll eine neue, internationale Businesssprache entstehen, die Führungskräfte erlernen müssen, so wie Kinder lesen und schreiben lernen müssen.

Robert Rosen empfiehlt, die Entwicklung der Global Literacies langfristig zu planen und den erzielten Erfolg laufend zu bewerten und zu messen.

Wer sich dem globalen Wettbewerb nicht stellt, riskiert nach Rosen, von diesem überrollt zu werden.

Literacy 

Mit dem Begriff "Literacy" werden nicht nur die Fähigkeiten des Lesens und Schreibens bezeichnet, sondern auch Text- und Sinnverständnis, Erfahrungen mit der Lese- und Erzählkultur der jeweiligen Gesellschaft, Vertrautheit mit Literatur und anderen schriftbezogenen Medien (inkl. Internet) sowie Kompetenzen im Umgang mit der Schriftsprache.

Literacy wird bereits in der frühen Kindheit grundgelegt.

Buchtipp: 

Rosen, R.: Global Literacies. Lessons on Business Leadership and National Cultures. New York 2000.


Ruck
siehe Scrum