Unternehmensprozesse (Business Processes)

prozesslandkarte ii

Unternehmensprozesse im digitalen Wandel

Den Begriff Prozess definieren wir an erster Stelle nach betriebswirtschaftlichen Aspekten: Alle Aktivitäten in einem Unternehmen werden in Arbeitsprozessen erbracht, für die das Unternehmen Geld investiert und erwartet, den Kunden seine Marktleistungen gewinnbringend zu verkaufen.

Unternehmen verbrauchen ihre knappe Ressourcen, um Wert zu schöpfen. Wertschöpfung ist die Erzeugung von Wert unter den Bedingungen von Unternehmensumwelten, insbesondere von Wettbewerber und Lieferanten. Der Wert ist die Fremdreferenz, die definiert, ob die Aktivitäten in einem Unternehmensprozess wertschöpfend sind oder nicht.

Es gibt drei Kategorien der Unternehmensprozesse. Für die wertschöpfenden Leistungserstellungsprozesse, die den Kern der Geschäftsprozesse bilden, erbringen alle anderen Kategorien Leistungen:

- Geschäftsprozesse

- Managementprozesse

- Unterstützungsprozesse

Wenn die Ergebnisse der wertschöpfenden Leistungserstellungsprozesse von den Kunden nicht bezahlt werden, können Unternehmen die anderen Prozesse nicht finanzieren.

geschftsprozesse

Aktivitäten in einem Unternehmen werden in Prozessen erbracht, die sich durch sichtbare oder unsichtbare Muster charakterisieren lassen.

Ein Prozess bildet sich durch die zeitbezogene Vernetzung von Operationen, die auf einen gemeinsamen Arbeitsinhalt beziehen. Die Operationen können trivialer (allodynamisch) und nichttrivialer (autodynamisch) Typ sein.

Allodynamische (triviale) Prozessanteile können wie eine Maschine gestaltet werden, damit die richtigen Eingangsgrößen die geplanten Ausgangsgrößen liefern. Die Funktion von trivialen Prozessanteilen ist vorgesehene Ursache mit vorgesehenen Wirkungen zu verknüpfen. Die Kommunikation im Prozess kann durch Workflow Management Tools weitestgehend standardisiert werden. Die vollautomatischen Montageanlagen bestehen überwiegend aus trivialen Prozessanteilen. Sie sind zwar kompliziert, haben aber alle Wirkungen eine kausale Ursache.

Der zweite Anteil der Prozesse, der nicht als ein geschlossenes Ganzes betrachtet werden kann: Autodynamische (nichttriviale) Prozessanteile.

In diesen nichttrivialen Prozessanteilen kann das menschliche Tun (und Lassen) nur bis zu einem gewissen Grad automatisiert bzw. standardisiert werden. Für den Prozesserfolg müssen die Prozessbeteiligten einmalige (d.h. nicht repetitive) Entscheidungen treffen können. Dafür müssen wir das Basiselement Kommunikation gänzlich anders als bisher auffassen und beschreiben. Durch die Vernetzung von Operationen reproduziert sich das soziale System laufend selbst. Die Prozessorganisation ist ihren Umwelten gegenüber strukturell offen und gleichzeitig operational geschlossen.

Die Prozessorganisation führt permanent eine Selbstreferenz | Fremdreferenz Differenzierung durch und kopiert die Informationsdifferenz in die Organisation hinein. Autodynamische (nichttriviale) Prozessanteile als soziale Systeme sind komplex. Prozessform und Prozessinhalt sind untrennbar verbunden.

Die meisten herkömmlichen Ansätze zur Prozessgestaltung, Prozessmodellierung, Prozessoptimierung fokussieren lediglich auf die Trivialisierung der Unternehmensprozesse. Für die digitale Transformation sind sie nicht brauchbar, wenn nicht schädlich. 

Für die digitale Gesellschaft müssen wir Prozessmanagement anders denken. 

Lust auf mehr?

Prozess Management für digitale Transformation - Seminare

Business Process Management bzw. Geschäftsprozessmanagement

Zum Umfang vom Business Process Management gehören alle Unternehmensprozesse von der Strategieentwicklung bis zur Büroreinigung. Alle müssen Wert erzeugen und verzehren die knappen Ressourcen des Unternehmens.

Business Process Management bezieht sich auf eine irritationsrobuste Prozessorganisation mit trivialen und komplexen Strukturen.

Business Process Management (dt. Geschäftsprozessmanagement) konzentriert sich nicht nur auf die optimale Organisation betrieblicher Abläufe und gar nicht nur auf die Dokumentation der automatisierbaren Anteile des menschlichen Tuns.

Zur Technisierung der Geschäftsprozesse (welche und wie?) werden modelliert und dokumentiert, analysiert, in Varianten simuliert und - in verbesserter Form - implementiert. Häufigste Ziele sind verringerte Kosten und Zeiten, erhöhte Qualität und Kundenzufriedenheit (Wer ist Kunde? Was bedeutet seine Zufriedenheit?) sowie die konsequente Ausrichtung der Prozesse an der Unternehmensstrategie (die Prozesse an externe Referenzen ausrichten, ist der richtige Schritt zur Wertschöpfung).

Zur Technisierung bzw. Automatisierung der formalen Anteile des menschlichen Tuns kommen auf dem Weg vom Geschäftsprozess zum Workflow in Frage:

BPMN, BPMS, BPML, BPEL, BPMN, WMS, XPDL, u.v. a.

der Einsatz eines Workflow Management Tool (was irrtümlicherweise BPM bezeichnet wird ???!!!!)

die Anwendung von einem Dokumentations- oder Visualisierungstool

Die Technisierung / Digitalisierung / Automatisierung ist nur eine Untermenge im Business Process Management.

Weiterbildung für Digital Business Value Ecosystems

Kurs-Nr. Titel Beginn Ende Ort Preis
90 Beyond Budgeting in Digital Ecosystems 14. Mai 2019 15. Mai 2019 Hamburg 1490,00 EUR 
70 Managing Digital Business Ecosystems 17. Jun 2019 20. Jun 2019 Nürnberg 1990,00 EUR 
90 Beyond Budgeting in Digital Ecosystems 27. Jun 2019 28. Jun 2019 Berlin 1490,00 EUR 
90 Beyond Budgeting in Digital Ecosystems 26. Sep 2019 27. Sep 2019 Wien 1490,00 EUR 
70 Managing Digital Business Ecosystems 15. Okt 2019 18. Okt 2019 Nürnberg 1990,00 EUR 
01 Designing Digital Business Ecosystems 17. Okt 2019 18. Okt 2019 Berlin 1490,00 EUR 
90 Beyond Budgeting in Digital Ecosystems 20. Nov 2019 21. Nov 2019 Nürnberg 1490,00 EUR 
01 Designing Digital Business Ecosystems 3. Dez 2019 4. Dez 2019 Hamburg 1490,00 EUR