In der Tat strebten wir damals diverse relevante Standards und Normen (siehe Industrie 4.0 - Offene Kommunikation in der Produktionsebene) an, die durchaus sinnvoll waren. Dadurch konnten Optimierungspotentiale im Bereich Automatisierung und Kommunikationstechnologien bis zu einem gewissen Grad erschlossen werden.

Da gab es auch die legendäre serielle Schnitsttelle RS-232, die genormt, standardisiert, von Richtlinien umhüllt war. Erinnern Sie sich an sie? Einen Praktikanten hatte ich beauftragt, die Anzahl der unterschiedlichen Versionen von RS-2323 in den Automatisierungssystemen im Werk Untertürkheim herauszufinden. Das Ergebnis war aufgrund der Vielfalt aufschlußreich ;)

Internet der Dienste inkl. Industrie 4.0 benötigt keine Richtlinien, keine Standards, keine Normen. Mein Vorschlag zur Güte: Die bestehenden reichen aus. Was wir brauchen, neue innovative Geschäftsmodelle, die für Disruption in den Märkten sorgen.

Wer die technologischen Fortschritte für Manufacturing Execution Systems MES, (Business Intelligence) Reporting, Robotik, Automatisierungsgeräte usw... als Industrie 4.0 Revolution zu verpacken versucht, soll er tun. Der technologische Fortschritt eröffnet neue Chancen in Richtung Internet der Dienstleistungen (Internet of Services). Absolut. Wer allerdings die ganze Thematik auf "Technologie" reduziert, wird keine globalen Wettbewersbwerfolge erzielen. 

Solche Begriffserklärungen müssen wir dringendst überarbeiten und für das Neuland Internet of Services beschreiben:

»Teil des Internets, der Dienste und Funktionalitäten als granulare, webbasierte Softwarekomponenten abbildet. Provider stellen diese im Internet zur Verfügung und bieten die Nutzung auf Anforderung an. Über Internetdiensttechnologien sind die einzelnen Softwarebausteine beziehungsweise Dienstleistungen miteinander integrierbar. Unternehmen können die einzelnen Softwarekomponenten zu komplexen und dennoch flexiblen Lösungen orchestrieren (diensteorientierte Architektur). Über cloud-basierte Entwicklungsplattformen kann eine Vielzahl an Marktakteuren sehr einfach internetfähige Dienstleistungen entwickeln und anbieten. Zudem entstehen Dienstplattformen, auf denen Kunden ein bedarfs-, beziehungsweise prozessorientiertes Komplettangebot finden, statt Einzelangebote suchen, vergleichen und zusammenstellen zu müssen. Das Internet entwickelt sich so zum Baukasten für IKT-Anwendungen, -Infrastrukturen und -Dienste.«

Ob Henning Kagermann für die Welt der Industrie 4.0 Begriffe einen transdisziplinären Arbeitskreis mit Soziologen, Technologen, Betriebswirtschaftlern, Nutzern, Startups einen intergenerationalen Arbeitskreis plant?

Die Chinesen fangen an, die Schnellzugstrecke von Beograd nach Budapest zu errichten.

Ab 2017 brauchen die Passagiere knapp zweieinhalb Stunden von Beograd nach Budapest.

Heute sind es acht Stunden.

Weiterbildung für Digital Business Value Ecosystems

Kurs-Nr. Titel Beginn Ende Ort Preis
90 Beyond Budgeting in Digital Ecosystems 14. Mai 2019 15. Mai 2019 Hamburg 1490,00 EUR 
70 Managing Digital Business Ecosystems 17. Jun 2019 20. Jun 2019 Nürnberg 1990,00 EUR 
90 Beyond Budgeting in Digital Ecosystems 27. Jun 2019 28. Jun 2019 Berlin 1490,00 EUR 
90 Beyond Budgeting in Digital Ecosystems 26. Sep 2019 27. Sep 2019 Wien 1490,00 EUR 
70 Managing Digital Business Ecosystems 15. Okt 2019 18. Okt 2019 Nürnberg 1990,00 EUR 
01 Designing Digital Business Ecosystems 17. Okt 2019 18. Okt 2019 Berlin 1490,00 EUR 
90 Beyond Budgeting in Digital Ecosystems 20. Nov 2019 21. Nov 2019 Nürnberg 1490,00 EUR 
01 Designing Digital Business Ecosystems 3. Dez 2019 4. Dez 2019 Hamburg 1490,00 EUR