“Weg von Vaporware hin zum Wesentlichen" oder Sketchnotes für Internet of Services und Industrie 4.0

Auf der re:publica 14 in Berlin saß ich am 08. Mai 2014 zur Mittagszeit auf dem Pausenhof zufälligerweise neben einer jungen Besucherin.

Mir fiel auf, dass sie auf ein A2 Malblock äußerst geschickt karikaturähnliche Motive zeichnete.

Ich sprach sie an: Sie erzählte mir, dass sie am gleichen Nachmittag eine Session zum Thema Sketchnotes durchführen wird und sich darauf vorbereitet.

Zugegeben hatte ich von der Technik Sketchnotes bis dato nie gehört.

Später sahe ich sie in der Session 

  Zahnbürste oder Longboard

unter den Teilnehmern wieder, als sie dem Speaker eine Frage über XING stellte. 

Als der junge Speaker von einem anderen Teilnehmer gefragt wurde, welche Sessions ihm auf der re:publica 14 besonders gefielen, antwortete er: "Sketchnotes". Anscheinend war ich doch der einzige, der Sketchnotes noch nicht kannte.   

  Sketchnotes für Einsteiger

Ich schaute mir anschließend das Session-Video von Britta Ulrich und ihren zwei Mitrefenten (siehe unten) einige Male, um mich über die Technik etwas detaillierter zu informieren.

Sketchnotes im Seminar Agiles Projektmanagement

In einem Seminar, das ich letzte Woche in Berlin selbst abhielt, fiel mir auf, dass ein Teilnehmer Notizen in Form von Skizzen an seinem Tablett machte.

Normalerweise, so jedenfalls meine Vorurteile, werden Tabletts, SmartPhones oder NoteBooks in einem Seminar eingeschaltet, damit die Teilnehmer, die für die Aufnahme des vermittelten Stoffs aufgrund des mangelhaften Abstraktonsvermögens erwarten, dass der Trainer einen Nürnberger Trichter in der Hand hält, "ich bin wichtig" vorspielen.    

Dieser Teilnehmer machte allerdings ähnliche Grafiken wie Britta Ullrich auf dem Pausenhof der re:publica 14. Als ich ihn neugierig ansprach, sagte er mir, er mache mittels Sketchnotes visuelle Notizen von meinen Ausführungen zum Thema Agiles Projektmanagement. 

Immer wenn er eine visuelle Notiz machte, dachte ich: "was ich gerade erzählte, ist für ihn wichtig oder interessant!". Er fügte es zu seinem Projektmanagement Mindset. Diese ganz neue Erfahrung für mich fand ich faszinierend. Seine Sketchnotes waren nicht nur für ihn, sondern auch für mich ein Anker im Kopf. Sie halfen beim Erinnern, Entwickeln, Erschließen und engagiert "bei der Sache" zu bleiben. 

Und noch mehr, da sein Tun für unser think tank fit for 2020 paar Inputs lieferte.  

Industrie 4.0 für die Zwölfjährigen verständlich erklären

Zu den Kompetenzen fit for 2020 zählen wir auch Design Mindset. 

Diese Kompetenz setzt die Fähigkeit zum Gestaltungsdenken voraus, was Kinder hervorragend können. Im zunehmenden Alter verlieren die meisten Erwachsenen durch die Tunnelblick-Ausbildungen diese angeborene Kompetenz immer mehr und werden im schlimmsten Fall zu den bedingungslosen Methoden-Sklaven.    

Die vierte industrielle Evolution leitete das Ende der Methoden-Sklaverei ein. 

Das ist auch der Grund, warum das Thema Design Thinking derzeit en vogue ist und die Seminare dafür einen großen Zulauf haben. Design Mindset ist allerdings mehr als Design Thinking. Design Thinking ist wiederum mehr als nur eine Methode.    

Den Erwachsenenen, die sich mit Internet of Services, Internet of Things, Smart X, Big Data, Industrie 4.0 befasst, empfehle ich die Technik Sketchnotes zu beherrschen. So können wir die Gedankengänge zur Modellierung von Internet of Services (Internet der Dienstleistungen) für eine intelligent vernetzte Welt intergenerational auch für die Zwölfjährigen verständlich visualisieren.

Vom Kindergarten bis zu Hochschulen sollten wir zudem alles tun, damit die angeborene Fähigkeit, die Welt in Bildern zu entdecken, durch die Bildung nicht verloren geht, sondern veredelt wird. Der Speaker "Longboard und Zahnbürste" macht Ihnen einen Vorschlag: 

Programmieren in der Grundschule, das gesamte Faktenwissen der Welt in der Suchmaschine. Wie sollte Bildung der Zukunft aussehen?     

Lust auf Sketchnotes und mehr? 

Britta Ullrich über die Bildsprache

Ralf Appelt über Sketchnotes

»Sketchnotes setzt sich zusammen aus Sketch (engl.: Skizze) und Note (engl.: Notiz von lat. notitia ‘Kenntnis, Nachricht’) sind Notizen, die aus Text, Bild und Strukturen bestehen. Den Prozess der Erstellung nennt man sketchnoting oder visual note taking. Häufig werden sie als Alternative zur konventionellen Mitschrift angefertigt. Im Gegensatz zu Texten sind Sketchnotes nur selten linear strukturiert. Die Hierarchie der Inhalte wird durch die Art der Visualisierung bestimmt.

Mit einfachen Mitteln lassen sich komplizierte oder komplexe Dinge häufig einfach erklären. Diese Art der Notizen kann die Aufgabe erfüllen die Inhalte besser zu erinnern, verständlicher zu machen oder neue Inhalte zu entwickeln. Wer Sketchnotes anfertigt ist thematisch “bei der Sache”. Für mich sind sie ein “Anker im Kopf”.

Diese Herangehensweisen sind im Internet, in der Schule und auf dem Trainermarkt unter anderem unter den Begriffen Sketchnoting, Visual Facilitating, Visual Notetaking, Graphic Recording, … bekannt. Graphic Recording und Visual Facilitating beziehen sich jedoch eher auf das erstellen einer Visuellen Dokumentation für andere bzw. vor Publikum.«

Anna Lena Schiller über visuelles Denken

Industrie 4.0 Weiterbildung

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80 Industrie 4.0 für Executives 30. Jan 2019 30. Jan 2019 München 599,00 EUR 
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80 Industrie 4.0 und Internet of Things 27. Sep 2019 27. Sep 2019 Nürnberg 599,00 EUR 
80 Industrie 4.0 in Digital Ecosystems 29. Okt 2019 29. Okt 2019 Berlin 599,00 EUR