Konflikt

Laufen auch Ihnen ähnliche Typen im Betrieb, in Projekten, in der Nachbarschaft über den Weg, die Sie als Konfliktquelle empfinden?

Schreihals: Er fängt an zu schreien, steht auf und haut ab, wenn er sich, z.B. wegen seiner Mauschelei, ertappt fühlt oder wenn er in eine Stress-Situation gerät. Diese Typen leben i.d.R. bis zum Lebensende in der Pubertät und machen auch vor Kindern und Frauen keinen Halt.

o Möchtegern-Macher: Er hängt den großen Manager oder den Macher raus, wenn er keine (Gegen-)Argumente mehr finden kann oder wenn er merkt, dass er falsch liegt.

o Moralapostel: Er spielt gerne den Moralapostel, unterstellt einem anderen Menschen, z.B. aufgrund dessen Herkunft, Unehrlichkeit. Der Moralapostel traut sich aber nicht, dem anderen Menschen in die Augen zu schauen und versucht ihn hinter seinem Rücken zu zermürben.

o Mobber: Er betreibt Cyber Mobbing, verbreitet über einen anderen Menschen Unwahrheiten z.B. in einem XING-Forum, hat aber nicht den Mut, offen zu interagieren.

o Petze: Er löst einen Konflikt, indem er die Argumente einer von zwei Konfliktparteien an eine dritte Instanz sendet. (Die Schüler bezeichnen solche Typen Petze!). Er beabsichtigt in der Tat der zweiten Konfliktpartei zu schaden, indem er den Konflikt für sich selbst als eine willkommene Gelegenheit missbraucht.

o Wasserprediger: Er verweist mit dem gehobenen Zeigefinger auf Code of Ethics and Professional Conduct (z.B. von PMI), um die anderen einzuschüchtern. Er selbst verletzt die Regeln ohne mit der Wimper zu zucken: Er predigt Wasser, trinkt Wein.

o Anschleimer: Er verkauft seine Geschäftsfreunde, um selbst mehr zu kassieren, indem er sie beim führenden Mitarbeiter des Kunden anschwärzt. Diese Typen agieren zuerst meistens als Anschleimer.

o Wendehals: Er lobt Sie in den Himmel, solange der Projekt-Auftraggeber zu Ihnen hält. Wenn er merkt, dass der Auftraggeber nicht mehr ganz hinter Ihnen steht, hält er nichts mehr von Ihnen.

Es sind nur einige Beispiele aus unserer Praxis, um das gängige Konfliktverständnis zu erläutern.

All diese Typen haben einige gemeinsame Merkmale:

Sie

- sind im Grunde sehr unsicher.

- haben mangelnde Selbstachtung.

- können sich selbst nicht leiden.

- sind mit sich selbst nicht im reinen.

- versuchen ihre persönlichen Defizite, mit Symbolen wie dicken Autos zu kompensieren.

Zuerst die gute Nachricht: Nach unseren Erfahrungen agieren die meisten Projektmitarbeiter, um das gemeinsame Ziel "Projektergebnisse" zu erreichen.

Dennoch tauchen diese Typen auch in der Projektorganisation auf. In den meisten Fällen können sie eine Weile ihre Hinterbühne unsichtbar verstecken und auf der Vorderbühne eine passable Rolle spielen:

Bis sie in eine Stress-Situation geraten oder die Schwäche vom Projektleiter beobachten, um ihre Interessen durchzusetzen. Dann ist es mit ihrer Heuchelei oder ihrem Anschleimen Schluss. Der Projektleiter lernt das wahre Gesicht von seinem Projektmitarbeiter kennen.

Realistisch betrachtet können Sie die Machenschaften solcher Typen als Projektleiter nicht verhindern. Aus diesem Grunde sollten Sie über Techniken, Werkzeuge, Methoden, Theorien verfügen, das wahre Ich ihrer Projektmitarbeiter relativ schnell kennenzulernen und mit ihnen umzugehen: Im Sinne der gemeinsamen Zielerreichung des Projektteams und im eigenen Sinne. Sie werden solche Typen direkt nie verändern können, Sie können ihnen jedoch die Grenzen aufzeigen und vor allem dafür sorgen, dass sie die anderen Projektmitarbeiter nicht einschüchtern und dass keine informellen Gruppen entstehen. Beugen Sie der Situation vor, dass Sie sich wegen der Machenschaften von einem solchen Typ verteidigen müssen.

In vielen Seminaren für Konfliktmanagement bieten Ihnen die Trainer Psycho-Tipps und -Tricks an, um mit solchen Zeitgenossen gekonnt umzugehen. Zugegeben wir auch!
Für die meisten Konflikte im Projektumfeld spielen diese oben beschriebenen Typen als Konfliktursache eine Nebenrolle, auch wenn sie nerven.

Die meisten Konflikte in Projekten haben sachliche bzw. fachliche Ursachen:

In Projekten müssen die Projektbeteiligten laufend mit dem Risiko einer Fehlentscheidung Entscheidungen treffen, da nicht immer eindeutig ausgerechnet werden kann.
Wo das Ausrechnen nicht möglich ist, werden Begriffe wie Unsicherheit oder Ungewissheit verwendet. In der Realität versucht die Projektorganisation Mehrdeutigkeiten zu verarbeiten.
Wenn man nicht ausrechnen kann, aber entscheiden muss, muss den Projektbeteiligten auch klar sein, dass sie unterschiedliche Entscheidungen vertreten können, ohne offensichtlich etwas falsch zu machen.

Neben Entscheidungsprozessen wird eine weitere Herausforderung in der Projektarbeit unvermeidlich: Die Projektorganisation muss mit Konflikten umgehen lernen. Unter Konfliktmanagement verstehen wir nicht das Erzielen von faulen Kompromissen, damit jede Partei zufrieden wird.


In immer mehr Projekten gewinnt die interkulturelle Dimension (Interkulturelle Kompetenz) der Konflikte zunehmend an Brisanz. Die Lösung solcher Konflikte erfordert die Transkulturelle Kompetenz

Kurs-Nr. Titel Beginn Ende Ort Preis
65 Konfliktmanagement in Projekten 5. Feb 2019 6. Feb 2019 Nürnberg 1490,00 EUR 
65 Konfliktmanagement in Projekten 21. Mär 2019 22. Mär 2019 Franfurt 1490,00 EUR 
65 Konfliktmanagement in Projekten 23. Apr 2019 24. Apr 2019 München 1490,00 EUR 
65 Konfliktmanagement in Projekten 28. Mai 2019 29. Mai 2019 Wien 1490,00 EUR 
65 Konfliktmanagement in Digital Business Ecosystems 4. Jun 2019 5. Jun 2019 Nürnberg 1490,00 EUR 
65 Konfliktmanagement in Digital Business Ecosystems 6. Jun 2019 7. Jun 2019 Hamburg 1490,00 EUR 
65 Konfliktmanagement 3. Jul 2019 4. Jul 2019 Düsseldorf 1490,00 EUR 
65 Konfliktmanagement in Digital Business Ecosystems 1. Aug 2019 2. Aug 2019 Hamburg 1490,00 EUR 
65 Konfliktmanagement in Projekten 3. Okt 2019 4. Okt 2019 Nürnberg 1490,00 EUR 
65 Konfliktmanagement in Projekten 7. Nov 2019 8. Nov 2019 Berlin 1490,00 EUR